|
Jun 22, 2004 5:46:00 PM
Loc: Germany, Germany Posts: 3537 |
Habe gerade gelesen, dass jetzt scheinbar auch Aral/BP auf den 100-Oktan-Zug von Shell (VPower) aufspringen will. Der Preisaufschlag pro Liter soll wohl ähnlich unverschämt sein. Bei der nachgewiesenen Nutzlosigkeit des 100-Oktan-Sprits kann ich diesen Trend nicht recht nachvollziehen.
Ich werde in Zukunft dann wohl nur noch Esso tanken
|
|
Jun 22, 2004 7:49:29 PM Loc: near Stuttgart Posts: 154
Reply to:
MKSGR
|
jo, also ich seh das genau so, der sprit is mehr als Lüge.. und das Shell die Frechheit besitzt zu behaupten, das Ferrari in der Formel 1 den Sprit benutzt find ich ja noch am grössten..
|
|
Jun 22, 2004 10:29:24 PM
Loc: Germany Posts: 13636
Reply to:
MKSGR
|
Der Sprit ist doch gar nicht so schlecht, vor allem wenn man bedenkt, dass SuperPlus von Aral bereits jetzt schon bei 99-100 Oktan liegt, wie ein Test vor ein paar Monaten bewiesen haben will. Man kassiert also zusätzliches Geld für nix.
![]() Aber mal im Ernst: für Autos, die Super Plus brauchen, ist der Preisaufschlag natürlich happig, denn Shell hat z.B. das Super Plus mit nominell 98 Oktan abgeschafft und es gibt nur noch das teurere V-Power. Das ist vor allem für Porsche Fahrer bitter, denn Porsche selbst hat vor kurzer Zeit erklärt, dass die Motorelektronik mit mehr Oktan wohl nichts anzufangen weiss. Bei Turbomotoren kann die Rechnung zwar anders aussehen aber wohl nur, wenn vor allem per Chiptuning nachgeholfen wurde. Da ist durchaus Potential vorhanden.Fazit: der Benzinabsatz muss wieder angekurbelt werden aber ob das der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln. Ausser die Benzinhersteller überreden die Autohersteller eine Art "Luft" nach oben einzubauen, so dass die Fahrzeuge von dem besseren Benzin profitieren können. Nachteil: wenn der Leistungsgewinn einen bestimmten Prozentsatz übersteigt, dann fährt man ohne Betriebserlaubnis. Aber was soll dieses theoretische Gesülze, soweit wird es nie kommen. Ich sage nur: Steuern massiv runter inklusive Mineralölsteuer (einheitlicher Steuersatz von 25% für ALLE, Mineralölsteuer auf maximal 50% vom jeweiligen Gesamtpreis des Benzins senken), Subventionen auf Null, Bundesvermögen verscherbeln um die Steuersenkungen einigermassen finanzieren zu können und darauf hoffen, dass die Wirtschaft sich schnellstens erholt, bevor die EU Strafmassnahmen verhängt.
|
|
Jun 23, 2004 11:22:10 AM
Loc: Germany, Germany Posts: 6879
Reply to:
MKSGR
|
Wenn ich mich nicht verguckt habe, dann bietet die OMV auch bereits das 100 Oktan Super Plus an. Meiner Meinung nach ist das übelste Abzocke und macht überhaupt keinen Sinn, da meines Wissens kein aktueller Motor die zusätzlichen zwei Oktan in Mehrleistung umsetzen kann. Oder liege ich da falsch?
Andere Frage: kann mir jemand mal sagen, was bei Motoren, die auf "91 bis 98 Oktan" ausgelegt sind, der jeweilige Leistungsverlust ist? |
|
Jun 23, 2004 11:50:44 AM
Loc: Germany Posts: 13636 Reply to: Rossi |
Also laut Porsche ist der Leistungsverlust kaum in Zahlen messbar, wenn man z.B. statt 98 Oktan nur 95 Oktan tankt.
Das gilt aber nur für modernere Porsche Fahrzeuge, die auf Super Plus ausgelegt sind. Die zwei Oktan Mehrleistung (100 statt 98) sind im Prinzip kaum messbar, selbst wenn die Motoren dieses Plus an Oktanzahl verarbeiten könnten. Ich denke es kann durchaus Sinn machen bei einem auf 98 Oktan ausgelegten Motor der getunt wurde ein paar Oktan mehr zu tanken. Aber ansonsten sehe ich wirklich nicht sehr viel Spielraum nach oben was die Leistung betrifft. Übrigens sollte man sich mal ansehen, wer vor allem V-Power tankt: es sind sehr oft VW Golf, Opel Astra/Kadett, ältere BMWs der 3er Reihe, mal hin und wieder ein Honda Civic oder ein Ford Escort. Das ist kein Witz sondern meine Beobachtung an einer naheliegenden Shell Tankstelle. Die Werbung für V-Power scheint also zu greifen und warum sollen Aral und Co. nicht auf diesen Zug aufspringen. Es würde mir allerdings für meine Aral Tankstelle leid tun (dort tanke ich immer), denn sie würde mich als Kunden verlieren. Solange die Mineralölgesellschaften nicht den Gegenbeweis antreten, dass der 100 Oktan Sprit ein echtes Leistungsplus bringt, bin ich nicht bereit dafür mehr Geld auszugeben. Und selbst wenn das Leistungsplus im Bereich 3-5% liegen sollte, bei den 2.5 t Gewicht meines Porsche bringen ca. 20 Mehr-PS effektiv nichts. Erst ab 50 Mehr-PS soll eine deutliche Verbesserung der Fahrleistungen stattfinden und das wäre mir wiederum etwas wert. Aber kein Sprit bringt mehr als 10% effektive Mehrleistung, das wäre lächerlich. Obwohl...ich könnte es ja mal mit einer Nitromischung basierend auf Flugbenzin probieren. Oder gleich ein NOS System installieren.
|
|
Jun 23, 2004 12:40:37 PM Loc: Posts: 45 Reply to: Rossi |
Quote: Hi Rossi, habe folgenden Artikel dazu gefunden: --- Shell V-Power im Vergleichstest Garantiert 100 Oktan, 100 Prozent Leistung: So bewirbt Shell das neue V-Power. Der AUTO BILD-Test klärt, was dieses Benzin wirklich kann. Power ... wie? Richtig. "Wie-Pauer" spricht sich der 100-Oktan-Sprit, den Shell seit Anfang Mai in Deutschland - und nur hier - anbietet. Was bringt der Wundersprit in der Praxis? Die Muschel-Marke sagt Leistungs- und Beschleunigungswerte zu, die gegenüber Super (Oktanzahl 95 bis 98 ROZ bei Super Plus) um bis zu zehn Prozent höher liegen. Außerdem einen Drehmoment-Schub von bis zu fünf Prozent. Stolze Ansagen, die unglaublich klingen. Und die Neugier wecken: Birgt dieser Saft tatsächlich so viel Kraft? Die Überraschung vorab: Bei einem Fahrzeug ergab V-Power eine geringe, aber zweifelsfrei messbare Minderleistung. Dazu später mehr. Zeitblende in die vergangene Woche. Unsere Teststrecken: die Rollbahn des Flugplatzes Lemwerder bei Bremen - also die AUTO BILD-Messstrecke für Beschleunigung und Durchzug - sowie der Rollenprüfstand des TÜV-Norderstedt. Auf dem ermittelt Prüfer Rolf Tiarks die Motorleistungen. Als unabhängiger Fachmann dabei: Dr. Bruno Schulwitz von der GMA (Gesellschaft für Mineralöl-Analytik und Qualitätsmanagement) und Mitglied in Ausschüssen für Kraftstoffnormung. Shell ist vertreten durch Martin Lübbers, der an den V-Power-Flottenversuchen maßgeblich beteiligt war. Der Versuchsingenieur überwacht, ob bei unseren Messungen alles korrekt zugeht, und hilft immer wieder beim sorgfältigen Entleeren und Spülen der Kraftstoffsysteme. Das Fazit beider Spezialisten: keinerlei Beanstandungen an unserer Arbeit. Als Erster rollt der Golf mit 95-Oktan-Sprit in die TÜV-Halle. Und verfehlt die Werksangabe von 110 PS erheblich: Im Mittel ergeben sich müde 104,3 Pferde. Mit 100 Oktan wirft er hingegen 110,2 PS auf die Rolle. Vorteil V-Power. Der sich auf der Asphaltbahn bestätigt: Der Golf zeigt die stärksten Differenzen zwischen Euro-Super und der neuen Rezeptur. Danach tritt der BMW an. Ohne Sicherung der Fahrdynamikregelung - nur so ist Vollgas am Prüfstand drin. Super: 114,2 PS. V-Power: 118,9. Der Durchzug-Test untermauert später diesen Anstieg. Dafür steht es bei der Beschleunigung praktisch unentschieden. Zuletzt fährt der Passat auf den Prüfstand. 100 PS meldet das VW-Datenblatt, magere 94,9 der Nadeldrucker bei 95 Oktan. Und mit V-Power? Zerren nur noch 93,8 PS an der Rolle. Also 1,2 Prozent weniger. Schulwitz, Lübbers, Tiarks - keiner der Fachleute kann sich darauf einen Reim machen, Messfehler sind ausgeschlossen. Und die Messtoleranz als Erklärung? Reicht nicht ganz - eine geringe Minderleistung bliebe dennoch bestehen. Shells versprochenes Power-Plus von zehn Prozent zeigt jedenfalls keiner der Kandidaten annähernd. Und die Beschleunigung, nach allgemeinem Verständnis der Spurt aus dem Stand, hat Shell nie gemessen. Sondern lediglich die Elastizität zwischen Tempo X und Tempo Y bei konstantem Gang. Das klärten spätere Gespräche. Sicher nicht, meint Dr. Schulwitz. Nur brächten wohl andere Vorgaben die zehn Prozent Mehrleistung: "Chip-Tuning etwa. Oder ein Turbo-Motor, dessen Klopfsensor den Ladedruck regelt." So einer steckt zum Beispiel im Saab 93 turbo. Kunden, die Riesensprünge bei Serien-Saugmotoren bejubeln ("180 statt 150 PS durch V-Power"), genießen bestenfalls den Placeboeffekt. Leistungsschub per Wunschdenken - ein alter Hut. Und wie schlägt sich V-Power gegen 98 Oktan? Auch das haben wir auf dem Prüfstand getestet. Die Ergebnisse: Super Plus liegt beim Passat mit 94,1 PS in der Mitte, beim BMW hält es mit 113,3 sogar die rote Laterne. Der Golf bringt mit 98 ROZ indes 109,1 PS, nur ein Prozent weniger als mit V-Power. Für Schulwitz kein Wunder: "Super Plus liegt meist über 99, in Einzelfällen sogar über 100 Oktan." Außerdem: Als Einziger des Trios ist der Golf FSI für diese Qualität ausgelegt, 95 Oktan bewirken laut VW weniger Leistung. Wodurch die erhebliche PS-Differenz zwischen Super und V-Power erklärt sein dürfte. Ein Zaubersprit ist das neue Shell also nicht. Aber einer, der die Konkurrenz leicht abhängt. Die Verbraucher werden entscheiden, ob das den Mehrpreis rechtfertigt. Noch sind nicht viele bereit, für V-Power so viel Geld hinzulegen. Einige Stationen sollen den Verkauf bereits aus eigener Tasche sponsern. Mit bis zu zehn Cent pro Liter. Testverlauf: Für vergleichbare Resultate am Leistungsprüfstand müssen die Bedingungen genau stimmen. Bereits Abweichungen von etwa 10* C Lufttemperatur und 20 hPa (Hektopascal) Luftdruck können die Messungen um etwa 0,1 kW beeinflussen. Unsere Höchstabweichungen pro Auto: 4* C und 2 hPa. Auch im grünen Bereich: die Motoröl-Temperaturen, die pro Fahrzeug im Schnitt um maximal 5* C differierten. Der Druck der Antriebsreifen: generell 3,0 bar. Unsere ermittelten Leistungsdaten verstehen sich als Durchschnittswerte aus mehreren Prüfstand-Läufen. Bei den Fahrdynamik-Vergleichstests ist wichtig, dass das Fahrzeuggewicht konstant bleibt. Dies kontrollierten wir mittels digitaler Radlast-Waagen. Die Windeinflüsse heben sich durch Messungen in gegensätzlichen Fahrtrichtungen weitgehend auf. Äußerste Sorgfalt auch beim Benzinsorten-Tausch: Das Entleeren und Spülen führten wir gemäß den Richtlinien des Shell-Labors durch. Zum Schluss ließen wir alle verwendeten Kraftstoffe auf ihre Oktanzahlen hin analysieren. Die Werte: Shell Euro-Super 95,8 ROZ (Research-Oktanzahl), Aral Super Plus 99,1 ROZ, Shell V-Power 100,0 bis 100,2 ROZ. Testflotte: Drei Benziner, drei Technologien: Der VW Passat 1.6 (Baujahr 95, 79.000 Kilometer, Werksempfehlung 95 Oktan) steht für die herkömmlichen Saugrohr-Einspritzer. Der VW Golf 1.6 FSI (Bj. 02, 22.000 km, 98 ROZ) vertritt die Klasse moderner Benzin-Direkteinspritzer, die Vorteile bei schwefelfreiem Benzin haben. Der BMW 316i (Bj. 2003, 1500 km, 95 ROZ) bietet die variable Ventilsteuerung Valvetronic, also BMWs jüngste Motormanagement-Generation. "Das erschließt alle Potenziale, die sich aus einer höheren Oktanzahl ergeben können", so die Münchner Autobauer. Wichtig: Jeder aus dem Trio verfügt über einen Klopfsensor und erfüllt laut Shell-Werbung somit die Grundvoraussetzung für einen Leistungsanstieg mittels V-Power. Ab über fünf Prozent Leistungsplus ist die Kfz-Betriebserlaubnis in Gefahr, warnt der Automobilclub von Deutschland. Unser Rechtsexperte Rolf-Peter Rocke gibt Entwarnung: "Bange machen gilt nicht. Abgesehen davon, dass V-Power ein nach DIN EN 228 zugelassener und für alle Ottomotoren geeigneter Kraftstoff ist, erlischt die Betriebserlaubnis nur, wenn das Fahrzeug technisch verändert wird. Paragraph 19 Absatz 2 der Straßenverkehrszulassungsordnung definiert, welche Änderungen das sind. Wenn nämlich: * die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart verändert, also etwa ein Pkw zu einem Lkw umgebaut wird oder * Verkehrsteilnehmer durch die Änderung gefährdet werden oder * das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert wird. Nichts davon trifft auf den neuen Shell-Kraftstoff zu. Eine Toleranzgrenze von fünf Prozent gibt es hier nicht. Ob V-Power wirklich bis zu zehn Prozent mehr Leistung bringt, ist natürlich eine ganz andere Frage." --- Ebenfalls in AUTO BILD wurden vor Jahren u.a. Boxster und S2000 mit unterschiedlichen Spritsorten getestet. So weit ich das in Erinnerung habe, hat das max. 5 PS gekostet. sunny |
|
Jun 23, 2004 1:03:30 PM
Loc: Germany, Germany Posts: 6879
Reply to:
RC
|
RC, sunny: Danke für die Antworten!
In Antwort auf: Ganz Deiner Meinung! |
|
Jun 23, 2004 8:32:54 PM
Loc: Germany Posts: 13636
Reply to:
MKSGR
|
Nach einem kurzen Gespräch mit dem Pächter "meiner" Aral Tankstelle, scheint es wohl so zu sein, dass der neue Ultimate 100 Sprit zwar Super Plus wirklich nach und nach ersetzen soll aber der Preis soll angeblich NICHT erhöht werden.
Wenn das stimmen sollte, dann kann ich nur sagen: Hut ab, Aral. Zumal der neue Sprit angeblich schon zukünftige Normen bezüglich der Umweltfreundlichkeit(falls man bei Benzin von so etwas überhaupt sprechen kann ) erfüllen soll.Ultimate 100 zum gleichen Preis wie Super Plus? Das ist OK. Aber gezwungenermaßen 10 Cent mehr für den Liter zu zahlen...NEIN. So schwer es mir fallen würde und so gerne ich bei "meiner" Aral Tankstelle tanke (ich schätze Loyalität und es ist ein Familienbetrieb, den ich gerne "unterstütze") aber bei 100 Litern Tankinhalt wären das gute 10 Euro mehr pro volle Tankfüllung. Das ist sogar mir zu viel. |
|
Jun 23, 2004 9:31:53 PM
Loc: Germany, Germany Posts: 3537
Reply to:
RC
|
Zum gleichen Preis steuere ich zukünftig nur noch Aral an
|
|
Jun 23, 2004 10:39:44 PM
Loc: Germany Posts: 13636
Reply to:
MKSGR
|
Quote: Der Pächter "meiner" Aral Tankstelle ist zwar sehr nett und hilfsbereit aber ich traue seiner Aussage noch nicht ganz. Bekanntlich haben die Mineralölkonzerne nichts zu verschenken und sollte sich herausstellen, dass Shell mit dem V-Power ein deutliches finanzielles Plus im Vergleich zum früheren Super Plus eingefahren hat, dann muss wohl doch von einem Mehrpreis für Ultimate 100 ausgegangen werden. Die zwei Sorten Diesel sind mir bei Aral nicht ganz geheuer aber aufgrund der neuen Herstellungsweise mit synth. Öl, vielleicht verständlich. Da aber dem Käufer in Sachen Super Plus keine andere Wahl gelassen wird als Ultimate 100 zu tanken, fände ich es schon ein starkes Stück wenn Aral den gleichen Unsinn wie Shell "verzapft", wortwörtlich. Übrigens ist mir auch nicht klar, wie z.B. Shell in Sachen V-Power mit einem höheren Preis argumentiert? Die Herstellung dürfte im Vergleich zum früheren Super Plus nicht teurer sein. Für Aral dürfte es nicht anders sein. Fazit: wir Verbraucher sind selbst schuld, dass so ein "Unsinn" auch wirklich durchgesetzt werden kann. Solange V-Power getankt wird, wird sich aber nichts daran ändern. Und wenn Ultimate 100 doch Aufpreis kostet und beim Konsumenten ankommt, dann erwarte ich, dass Super Plus sehr schnell vom deutschen Markt verschwindet. Man sehe sich Italien an: da gibt es 98 Oktan Sprit eigentlich nur in Form von V-Power mit 99 Oktan von Shell. Warum die anderen Firmen nicht mitziehen und einfach Super Plus mit 98 Oktan zu billigeren Preisen anbieten, ist mir schleierhaft. Irgendwie befürchte ich, dass mit V-Power eine Art verdeckte Preiserhöhung durchgesetzt werden sollte und die anderen Firmen einfach nur abwarten, bis sich V-Power auf dem Markt durchgesetzt hat um es dann Shell nachzumachen und für einen happigen Aufpreis 1-2 Oktan mehr verkaufen. Wenn überhaupt, denn viele Super Plus Sorten haben bereits 99 Oktan und mehr. Die Autohersteller sollten verbraucherfreundlich reagieren und die Motoren generell auf 95 Oktan auslegen. Aber das macht ja keiner.
|
|
Jun 24, 2004 4:01:22 PM Loc: Posts: 1681 Reply to: sunny |
Soweit ich weiß, bringt V-Power oder Super Plus bei ÖMV mit 100 Oktan, nur etwas bei Fahrzeugen, deren Motoren auch mit dem besseren Sprit etwas anfangen können. So soll der Wundertrank bei einem Golf der auf 95 Oktan ausgelegt ist, nicht das erwartete Wunder. Bei einem Fahrzeug das besseren Sprit verwerten kann, soll es aber tatsächlich 10% mehr Leistung bringen.
Bei Porsche ist es z.B. so, daß das Steuergerät der Motorelektrik diesen Mehrwert erkennen soll, und somit auch der Motor besser arbeitet. Wie das bei den Steuergeräten anderer Hersteller ist, kann ich natürlich nicht sagen. Aber auf der Rennstrecke zählt ja bekanntlich auch der psychologische Vorteil.
|
|
Jun 24, 2004 4:10:31 PM
Loc: Germany, Germany Posts: 3537 Reply to: KF |
Quote: Eben leider nicht. Porsche hat seinerzeit offiziell (Interview eines Entwicklers o.ä.) bestätigt, dass die 100 Oktan keinen Vorteil bringen. |
|
Jun 24, 2004 8:27:29 PM
Loc: Germany Posts: 13636 Reply to: KF |
Quote: Die Porsche Motoren können von Haus aus mit mehr als 98 Oktan nix anfangen. 95 Oktan verringern die Leistung in einem kaum messbaren Umfang. Allerdings kann Benzin mit einer höheren Oktanzahl in gewissen Situationen bei aufgeladenen Motoren leichte Vorteile bringen, jedoch müssen alle Faktoren (Aussentemperatur, Luftdruck, Treibstofftemperatur, Ladelufttemperatur, Klopfsensor, etc.) zusammenspielen. Und natürlich kann ein Tuner die Motorsoftware derart verändern, dass der hochoktanige Sprit ein kleines Plus bringt.
|
|
Jun 24, 2004 8:37:00 PM
Loc: Germany Posts: 13636
Reply to:
MKSGR
|
Quote: Ich fürchte wir Porsche Fahrer müssen wohl bald tiefer in die Tasche greifen. Nach ein paar Telefonaten mit versch. Mineralölkonzernen, darunter auch Esso, scheint die Situation so zu sein, dass ALLE grossen deutschen Mineralölkonzerne allmählich auf ein "hochoktaniges" Super Plus mit ca. 100 Oktan umstellen werden. Dieser Sprit wird Super Plus dann im Laufe des Jahres ablösen. Das ist zwar noch nicht offiziell aber es wurde "durch die Blume" angedeutet. Und jetzt die wirklich schlechte Nachricht: dieser "Super" Sprit mit 100 Oktan wird wohl bei allen Herstellern um ca. 5-12 Cent teurer, genaue Zahlen liegen noch nicht vor. Auch Aral wird wohl mehr Geld für Ultimate 100 verlangen und allmählich alle Stationen in Deutschland umrüsten, sprich: das aktuelle Super Plus abschaffen. Ich halte das für die grösste Abzocke in der Geschichte der Mineralölindustrie, man bietet dem Kunden keinen echten Mehrwert aber dafür knöpft man ihm zwangsweise mehr Geld ab. Und das Schlimme ist, dass sich die Mineralölkonzerne wohl untereinander abgestimmt haben, so dass Super Plus aller Wahrscheinlichkeit nach überall verschwinden, es also keine "Ausweichmöglichkeit" geben wird. ![]() Das Ganze nennt sich dann wohl im deutschen Sprachgebrauch "die Geschäftsidee". ![]() Vielleicht sollten Autohersteller den Herren bei Aral und Co. einen Strich durch die Rechnung machen und die Fahrzeuge zukünftig generell auf maximal 95 Oktan auslegen. |
|
Jun 24, 2004 8:54:02 PM Loc: BaWü, Germany Posts: 4776
Reply to:
RC
|
Quote: ..... oder wir Autofahrer sollten so lange an der Super-Zapfsäule tanken, bís die Mineralölfirmen diese "Geschäftsidee" wieder begraben haben. Dank Klopfregelung können die Fahrzeuge, die sonst von Super Plus profitieren, notfalls auch mit 95 Oktan auskommen. |
|
Jun 24, 2004 9:05:53 PM
Loc: Germany Posts: 13636 Reply to: fritz |
Quote: Und dabei ein paar Pferdchen aufgeben? NIE UND NIMMER! ![]() Vielleicht sind die Mineralölkonzerne so clever und rüsten die Tankstellen nur nach und nach um, um die Reaktion der potentiellen Kunden zu testen. Sollte das der Fall sein, dann müssen wir eben immer an die Tankstellen fahren, die das "alte" Super Plus noch anbieten und dürfen auf keinen Fall den neuen Sprit tanken. Eine andere, realistische, Möglichkeit sehe ich kaum. Zumal viele Porsche Besitzer wohl kaum wissen dürften, dass sie 95 Oktan tanken dürfen. Das gilt selbstverständlich nur für die neueren Baureihen uneingeschränkt! Und ein getuntes Fahrzeug würde ich auf keinen Fall mit weniger Oktan fahren. |
|
Jun 24, 2004 9:33:05 PM
Loc: Germany, Germany Posts: 3537
Reply to:
RC
|
Quote: Vielleicht sollten wir in diesem Fall eine gemeinsame Klage bei Bundeskartellamt einreichen
|




Das ist vor allem für Porsche Fahrer bitter, denn Porsche selbst hat vor kurzer Zeit erklärt, dass die Motorelektronik mit mehr Oktan wohl nichts anzufangen weiss. Bei Turbomotoren kann die Rechnung zwar anders aussehen aber wohl nur, wenn vor allem per Chiptuning nachgeholfen wurde. Da ist durchaus Potential vorhanden.
