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    997s 1. AMS testfahrt

    wer hat den test schon gelesen? wie ist die beschleunigung?
    (bei uns gibt es die ams noch nicht...)

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    In Antwort auf:
    alexis said:
    wer hat den test schon gelesen? wie ist die beschleunigung?
    (bei uns gibt es die ams noch nicht...)



    Bei uns kommt sie auch erst morgen. Wenn man davon ausgeht, daß die neuen Porsches im ersten AMS-Test immer extrem gut abschneiden (wie das wohl nur kommt? ), dann wird die Beschleunigung wohl überproportional gut ausfallen.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    0-100: 4.7 sec
    0-200: 16.6 sec

    Vmax: 293 km/h

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    na ja jetzt haben schon mehrere zeitungen den 997s gemessen; auf der sport auto hat der wagen schon wieder eine entteuschende zeit (0-200 in 16,9: ich weiss es war heiss) in den asphalt gebrannt; ich verstehe nicht dass sich niemand der redakteure die frage stellt warum. ein c2 mit 320 ps der letzten generationen hat da schon wesentlich besser abgeschnitten... (ich glaube das beste resultat war 15,7 auf der ams). Fuer mich steht fest: der wagen ist in vielen bereichen ein volltreffer, aber entschieden untermotorisiert.... fuer dieses geld und fuer diesen hubraum waeren 20 mehr-ps das mindeste.... oder? 100 ps literleistung sind heute doch keine utopie mehr...
    noch eine technische frage, an die kenner der materie: was bringt eigentlich die variocam-plus verstellung, ausser mehrgewicht und reibung? beim gt3 wurde wohlweisslich darauf verzichtet, und der wagen dreht hoeher und besser, ist nebenbei auch elastischer, und das bei vergleichbarem spritverbrauch! ich glaube die pag war zu geizig mit technischen inhalten... bald kommt der neue m3 mit 400 ps und der m5 mit 8000/u und werden allen zeigen wo der hammer haengt!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Ich stimme Dir zu, der 997 Carrera S hätte gut und gerne 380 PS vertragen. Aber ich denke ein Powerkit wird da sicherlich eine Lösung bieten.
    Was die Fahrleistungen betrifft, so kann ich mich an keine Zeit unter 16 Sekunden für den 996 erinnern.
    Allerdings streuten die 996 Motoren auch ziemlich stark, vor allem in letzter Zeit. Der beste Beweis: zwei getestete "Powerkit" 996 erzielten identische oder gar schlechtere Beschleunigungswerte als ein Standard 996 mit 320 PS. Im Vergleich zu Fahrzeugen vor MJ 2002 (also vor dem Facelift) ist der Unterschied allerdings sehr gross. Die 996 der ersten Baujahre hatten 0-200 km/h Beschleunigungswerte im Bereich um die 18-19 Sekunden, je nach Modell. Für die Modelle nach dem MJ 2002 sind 0-200 km/h Werte im Bereich von 17-18 Sekunden normal, alles was unter 17 Sekunden liegt dürfte eher "gut im Futter" stehen.
    Man bedenke den 0-200 km/h Wert der ersten GT3 Serie: 16.1 Sek., das ist der gleiche Wert den Autobild für den 997 Carrera S erst kürzlich ermittelt hat. Selbst wenn man bedenkt, dass die ersten GT3 nicht so ganz gut im Futter standen und teilweise nur 350 PS auf die Rolle brachten, so ist das doch ein deutlicher Hinweis.
    Ich denke, dass der SPORT AUTO 0-200 km/h Wert von 17.3 Sek. für den 996 Carrera mit 320 PS sehr realistisch ist.
    Powerkit Fahrzeuge liegen etwa 0.5 Sekunden darunter und der 997 Carrera S im Schnitt bei ca. 16.5 Sek. Das ist, wenn man die Leistungen und Gewichte vergleicht, durchaus vertretbar.
    Noch ein Vergleich: der 996 Carrera 4 (erste Serie, vor Facelift) mit 300 PS kam auf 19.9 Sek. von 0-200 km/h.
    Dagegen stand der erste getestete 996 C2 1999 ziemlich gut im Futter. Mit 17.9 Sek. war das meines Wissens nach der beste jemals gemessene Wert für den 300 PS C2, kein anderer Test konnte diesen Wert bestätigen, es waren nur Werte um 19 Sekunden herum erzielbar, mit ein paar Ausreissern in Richtung 18.x Sek.

    Und was Dir vielleicht beim 997 Carrera S noch nicht aufgefallen ist (bist Du schon einen gefahren?): ab 200 km/h zieht das Fahrzeug richtig an, Geschwindigkeiten von 280-290 km/h sind im Nu erreichbar. Das war im 996 (auch Facelift oder Powerkit) nicht möglich, es scheint also so zu sein, dass der 997 Carrera S im oberen Geschwindigkeitsbereich nochmals deutlich zulegt, allerdings ist mir schleierhaft warum das so ist.
    Und weil Du mehr Leistung forderst: der 993 Turbo mit 408 PS ist genauso schnell wie der Carrera S mit 355 PS.
    Die Evolution ist also sehr deutlich spürbar. Und Porsche hat (leider?) immer noch diese Philosophie den Wert älterer Modelle zu erhalten, indem mit Leistungszuwächsen bei Basismodellen sehr vorsichtig umgegangen wird, damit der Wertverlust sich in Grenzen hält. Für die Besitzer älterer Modelle sicherlich ein Vorteil, für Kunden die immer nach dem neuesten Modell greifen sicherlich ein Nachteil.

    Zum Thema Variocam und GT3: der Vergleich hinkt gewaltig. Der 996 Motor hat nichts aber auch rein gar nichts mit dem GT3 Motor zu tun. Es sind zwei verschiedene Motoren, die verschiedener nicht sein können und faktisch kein gemeinsames Teil haben. Also verstehe ich Deine Frage nicht ganz. Variocam hat entscheidende Vorteile, vor allem wenn es um die gleichzeitige Erzielung einer maximale Leistung, eines hohen Drehmoments im mittleren Drehzahlbereich und dabei günstige Abgasemissionswerte geht.
    Auch der GT3 Motor hat Variocam, allerdings ist das nur eine axiale Nockenwellenverstellung.
    Variocam Plus im 997 ist ein wenig aufwendiger, es besteht aus einlassseitiger Nockenwellenverstellung und Ventilhub-Umschaltung. Auch bei diesem System steht die Optimierung der Motorleistung und gleichzeitig eines möglichst fülligen Drehmomentverlaufs über das gesamte Drehzahlband im Vordergrund. Natürlich ergeben sich auch sehr grosse Vorteile in Sachen Abgasverhalten und Benzinverbrauch sowie in der Laufkultur.
    Es dürfte Dir doch sicher aufgefallen sein, dass der 997 Carrera S mit 355 PS ein Drehmoment von 400 Nm bei 4600 U/min erreicht. Der erste GT3 erreichte dagegen mit dem 360 PS Motor ein Drehmoment von 370 Nm bei 5000 U/min. Ich erwähne mit Absicht den ersten GT3 mit 360 PS aufgrund der besseren Vergleichbarkeit.

    Der GT3 Motor ist wie schon erwähnt ein ganz anderes Kaliber. Er ist teuer in der Produktion und er eignet sich vor allem für die Porsche Modelle, die auch im Motorsport eingesetzt werden bzw. die später in der Serie eine Turboaufladung erhalten. Ein GT3 Motor kostet in etwa das Dreifache eines 996 Motors, zumindestens war das vor zwei Jahren so. Einen Vergleich zur Preisgestaltung eines 997 Carrera S Motors habe ich noch nicht aber ich denke der Unterschied wird ähnlich sein.
    Du vergleichst also Äpfel mit Birnen.
    Warum Porsche den GT3 Motor nicht auch im 997 Carrera S einsetzt? Ganz einfach: es ist nicht notwendig und würde die Produktionskosten nur unnötig in die Höhe treiben und somit wohl auch den Preis. Die Rentabilität wäre dann sicherlich auch nicht mehr so hoch, da hast Du mit Deinem Verdacht sicherlich auch recht. Aber warum sollte Porsche einen Hochleistungsmotor wie den GT3 Motor in den 997 Carrera S einbauen, wenn es eigentlich für die Katz wäre? Für den Motorsport ist der 997 Carrera S nämlich nicht gedacht und eine Turboaufladung ist meines Wissens nach auch nicht vorgesehen.

    Was den BMW M3 mit 400 PS und V8 betrifft sowie den neuen M5 mit 507 PS, vergleichst Du wieder Äpfel mit Birnen.
    Mal abgesehen davon, dass sich ein Elfer noch nie über die reine Motorleistung sondern durch überlegene Fahreigenschaften definiert hat, so dürfte der neue M3 nicht nur schwerer sein sondern auch sicherlich genauso zuverlässig wie der aktuelle M3 E46. Mal abgesehen von der 250 km/h Beschränkung.
    Der neue M5 ist eine Sportlimousine und hat nichts mit Sportwagen zu tun. Auch wage ich zu behaupten, dass der V10 Motor zwar technologisch beeindruckend erscheint aber durchaus auch anfällig sein dürfte. Auf ein paar nette Überraschungen am Produktionsanfang oder im Laufe der ersten zwei Jahre dürfen wir uns sicherlich "freuen".
    Wo bitte gibt es einen Sportwagen mit "nur" 355 PS, vier Sitzplätzen, über 1400 kg Leergewicht, etc., der die Nordschleife in unter 8 Min. absolviert? Und zwar auf Serienreifen, nicht auf Semi-Slicks. Auch die 1 min 15,6 Sek. auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim sind, trotz widriger Wetterwerte, beeindruckend. Und dabei wurde noch nicht einmal das fahrdynamisch beste Fahrwerk, das 20 mm Sportfahwerk mit Sperre, getestet. Und schon mal die Bremswerte beachtet? Ich denke der Käufer eines Carrera S bekommt viel für sein Geld, vor allem wenn die Qualität stimmt. Mein 997 Carrera S hat nun 2800 km auf dem Zähler und Null Probleme. Wenn ich da an meinen ersten 996 denke (Januar 1998), dann kommt mir das Grausen.


    Ausserdem scheinst Du wieder einmal den 997 GT3, 997 Turbo und 997 GT2/GT1 oder was auch immer zu vergessen.
    Wer mehr Power will, der wird bei Porsche auch bedient, muss aber eben tiefer in die Tasche greifen. Ein Porsche ist ein Luxusartikel, ein Auto das keiner wirklich braucht und deshalb kein billiges Vergnügen.
    Natürlich würde ich mir auch einen 997 Carrera S mit 400 PS GT3 Maschine, 1200 kg Leergewicht und zum Preis von 70000 Euro wünschen. Aber mit 39 Jahren hat man die Naivität hinter sich gelassen.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    RC,

    da hast Du ein wenig zu viel an der Werbetrommel gerührt!
    Von vier Sitzplätzen kann ja wohl ernsthaft keine Rede sein, oder?

    Nennen wir das Kind mal beim Namen: der 997 ist ein hervorragendes Auto, aber der Motor ist nicht der erwartete Volltreffer im Hinblick auf den Kunden.

    Folgende Faktoren sind für mich definitiv nicht zufriedenstellend:

    - Drehmoment im unteren Drehzahlbereich
    - Verbrauch, würde mich im Übrigen mal interessieren, wieviel Du in besagten 2800 km verbraucht hast
    - Beschleunigungswerte (darüber ist wohl vorerst mal genug gesagt worden, oder?)

    Die Tatsache, dass sich bereits so viele Leute auf ein Powerkit berufen zeigt das Dilemma doch an. M. E. fühlt sich das Fahrzeug im unteren Drehzahlbereich nicht nach dem entsprechenden Hubraum an sondern nach einer Powerkit-Version eines 3.6-Liter Motors. Insbesondere Dein Vergleich des Drehmomentverlaufs zwischen 997 und 997S zeigt doch eine Charakteristik auf, die normalerweise den Unterschied zwischen Serien- und Tuningmotoren (mit Rennsportähnlicher Drehmomentauslegung) darstellt!

    Einen Kommentar muss ich jedoch noch anfügen - die von AMS (?) getestete C6 Corvette mit angeblich 400 PS war trotz Schaltgetriebe sowie leichter Kunststoffkarosse nicht besser in den Beschleunigungswerten!

    Grüße!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    Ferdie said:
    - Verbrauch, würde mich im Übrigen mal interessieren, wieviel Du in besagten 2800 km verbraucht hast




    ca. 16 l/100 km (steht in RC's Text)

    Gruß,
    Rossi

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    lieber rc danke fuer deine einleuchtenden argumente, wennauch deutlich pag lastig, und fuer mich, der seinen 4. elfer faehrt, nicht allzu ueberzeugend:
    a) messwerte: 4s auf sport auto 0-200 16,3s; c2 16,1 bzw 15,7 fuer den c2 mit pk auf ams; da sehen die 16,1-16,9 s vom 997 s etwas muede aus; entweder die "streuen" alle so entschieden oder die erste generation des 997er ist besonders schwachbruestig ausgefallen.
    b) rentabilitaet: was schert mich die rentabilitaet der pag? die sollen traum-fahrzeuge machen; irgendwer wird ihnen diese traume schon abkaufen...(ich zb.....)
    c) mich stoert es dass bei einem 100000 teuro auto gerade am motor gespart wird..... der gt3 motor zu teuer? der ganze gt3 samt billstein fahrwerk, sechskolben bremsen und anderen goodies kostet neu weniger als mein 4s mit pk.... also kann es nicht daran liegen....
    c) die ganze variocamplus geschichte ist schliessundendlich auch eine teure, schwere, komplexe angelegenheit, die sicher ihre begruendung hat aber auch viel reibung produziert und grosse massentraegheit aufweist; drehen deshalb die motoren nur bis 7200?
    na ja wir werden sehen was die pag so rausbringt, und ob der powerkit diesmal wirklich was bringt.... sonst wird sich halt irgendwer umsehen muessen und zwar nach S. Agata, wo es um wenig mehrgeld eine 500ps sauger maschine gibt, mit ebenso guten alltagseigenschaften....
    liebe gruesse an alle

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Ferdie, im 997 Carrera S kann ich meine beiden Kinder mitnehmen, in einem Mercedes SL, Ferrari Modena oder GT3 könnte ich das nicht. Vielleicht hätte ich ein wenig deutlicher sein müssen.
    Ich will hier keine Werbetrommel rühren, schliesslich werde ich ja für meine Worte nicht bezahlt oder sonstwie entlohnt.

    Ja, der Motor könnte mehr Power haben aber das hatte ich mir auch von meinem 996 Turbo Motor gewünscht und selbst als ich um die 560 PS hatte, war ich immer noch nicht vollends zufrieden.
    Die Leistungscharakteristik ähnelt stark dem GT3, auch wenn der Carrera S Motor natürlich nicht ganz so hoch drehen darf. Ich bin sicher, dass seitens von Porsche eine Absicht hinter diesem Setup steckt. Die Wahrheit ist: über 4500-5000 U/min macht der 997 Carrera S irre Spass, auch wegen der Klanges aber natürlich auch aufgrund der Drehfreude.
    Und viele Kunden können selbst die 355 PS nicht voll auskosten, höchstens geradeaus auf der Autobahn. Aber als Autobahnkiller ist der 997 Carrera S ja auch gar nicht gedacht, zu diesem Zwecke kommt der 997 Turbo.

    Die Beschleunigungswerte hängen natürlich mit der Motorleistung und dem Gewicht zusammen aber ich denke Beschleunigungswerte auf dem Niveau eines 996 GT3 der ersten Stunde sind sicherlich nicht zu verachten.
    Und die Höchstgeschwindigkeit liegt auf 993 Turbo Niveau, laut Werksangabe sogar einen Hauch darüber.

    Porsche hat eine genau definierte 911 Modellhierarchie, die sich über die Motorleistung und die Fahrleistungen definiert. Ein 997 Carrera darf wohl nie so schnell wie ein aktuell gebauter GT3 sein (der 996 GT3 gilt als aktuelles Modell, da er weitergebaut wird!) und damit ist die ganze Leistungsdiskussion eigentlich wieder für die Katz. Wobei ich natürlich Porsche nicht vollends in Schutz nehmen möchte, da ich fast sicher bin, dass hinter den 355 PS Leistung wohl auch der Hintergedanke steht im Verlauf der 997 Carrera S Produktion einen Powerkit mit sagen wir mal 380 PS für viel Geld anbieten zu können. Das bringt dann zusätzlich Geld in die Kassen. Aber das ist eben typisch Porsche, man kann nichts dagegen tun.

    Übrigens solltest Du Dir mal ansehen, was ein CLK 55 AMG oder ein SL 500 kosten. Dagegen ist der 997 Carrera S wirklich ein faires Angebot. Selbstverständlich ist der BMW M3 E46 immer noch das wohl fairste Angebot in dieser Leistungsklasse. Aber aufgrund der Motorprobleme und des biederen Serienlooks kann man beide Fahrzeuge wohl nur schwer miteinander vergleichen.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    alexis said:
    a) messwerte: 4s auf sport auto 0-200 16,3s; c2 16,1 bzw 15,7 fuer den c2 mit pk auf ams; da sehen die 16,1-16,9 s vom 997 s etwas muede aus; entweder die "streuen" alle so entschieden oder die erste generation des 997er ist besonders schwachbruestig ausgefallen.
    b) rentabilitaet: was schert mich die rentabilitaet der pag? die sollen traum-fahrzeuge machen; irgendwer wird ihnen diese traume schon abkaufen...(ich zb.....)
    c) mich stoert es dass bei einem 100000 teuro auto gerade am motor gespart wird..... der gt3 motor zu teuer? der ganze gt3 samt billstein fahrwerk, sechskolben bremsen und anderen goodies kostet neu weniger als mein 4s mit pk.... also kann es nicht daran liegen....
    c) die ganze variocamplus geschichte ist schliessundendlich auch eine teure, schwere, komplexe angelegenheit, die sicher ihre begruendung hat aber auch viel reibung produziert und grosse massentraegheit aufweist; drehen deshalb die motoren nur bis 7200?
    na ja wir werden sehen was die pag so rausbringt, und ob der powerkit diesmal wirklich was bringt.... sonst wird sich halt irgendwer umsehen muessen und zwar nach S. Agata, wo es um wenig mehrgeld eine 500ps sauger maschine gibt, mit ebenso guten alltagseigenschaften....




    Die Messwerte scheinen wirklich ein wenig merkwürdig zu sein, vielleicht hat aber auch die M96 Motorenproduktion am Ende des Produktionszyklus eine Reife erreicht, die dermassen hohe Streuungen nach oben aufweist.
    Allerdings sieht meine praktische Erfahrung ein wenig anders aus, weder ein C4 S noch ein 996 40 Jahre Sondermodell mit Powerkit konnten dem SLK 32 AMG meiner Frau "das Wasser reichen", die Beschleunigung war im Bereich zwischen 120 km/h und 230 km/h immer einen Hauch schlechter als im SLK. Mit einem Hauch meine ich etwa eine viertel bis halbe Wagenlänge.
    Dagegen fahre ich meiner Frau im 997 Carrera S ab 180 km/h deutlich davon, bei ca. 220-230 km/h habe ich meine Frau bereits zwei bis drei Wagenlängen hinter mir gelassen. Ich würde die Testwerte die Du oben genannt hast ein wenig nüchtern sehen.

    Zum Preis eines F430 bekommst Du einen 997 Turbo oder einen voll ausgestattenen 997 GT3. Selbst der 996 Turbo S ist laut Werksangabe von 0-160 km/h 0.2 Sekunden schneller als der neue F430. Ich denke die Entscheidung für einen Porsche oder einen Ferrari ist keine reine rationale Sache sondern wird vor allem aus dem Bauch heraus entschieden.

    Es ist auch erstaunlich, dass z.B. CR (einer unserer Chefredakteure) einen Ferrari und einen Porsche besitzt, wobei der Porsche vor allem wegen seiner Fahrleistungen und Fahrdynamik geschätzt wird. Der Ferrari ist dagegen zum Geniessen und Flanieren da, wobei auch dieser nicht gerade langsam bewegt wird.

    Ohne an die Rentabilität zu denken würde Porsche heutzutage entweder im VW Besitz sein oder qualitativ fragwürdige Produkte wie die 996/986 Modelle der ersten Stunde anbieten.
    Deshalb sollte Dich als Kunden die Rentabilität sehr wohl etwas scheren oder arbeitest Du etwa umsonst?
    Der sogenannte GT3 Motor ist teuer, das ist eine Tatsache. Warum sollte Porsche also diesen teueren Motor im 997 Carrera und Carrera S verbauen? Das würde nicht nur die Produktionskosten erhöhen und die Rentabilität senken sondern es hätte für den Kunden auch höhere Betriebs- und Wartungskosten sowie höhere Versicherungsprämien zur Folge.

    Der neue M97 3.8 l Motor könnte bei entsprechender Bauteileverstärkung locker über 7200 U/min drehen, das hat nicht unbedingt etwas mit der Variocam Plus zu tun. Aber wozu? Wenn Du meinen Testbericht zum 997 Carrer S liest, dann müsste Dir doch klar sein, dass der 997 Carrera S Motor bereits in seiner jetzigen Abstimmung fast ein wenig zu hoch dreht um vielen Kunden ein schaltfaules, komfortables aber gleichzeitig auch sehr forsches Fahren zu ermöglichen.
    Der M97 Motor ist eben nicht für den Motorsport gedacht, die problematische Ölversorgung bei starker Querbeschleunigung mit Slicks ist ein altbekanntes Problem.

    Ich versuche nicht Porsche in Schutz zu nehmen sondern ich versuche Verständnis für die Entscheidungen von Porsche zu erzeugen. Natürlich hätte ich gerne 380 PS oder 400 PS in meinem 997 Carrera S, darüber besteht kein Zweifel. Auch hätte ich gerne den GT3 Motor statt der jetzigen M97 Maschine, zumal ich die Entwicklungsgeschichte des M96 Motors sehr gut kenne und nicht gerade begeistert von ihm bin. Aber Porsche muss eben auch Geld verdienen und dann müssen eben Prioritäten gesetzt werden, so schlimm das für uns Porsche Fans aussehen mag.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    rossi said:
    Quote:
    Ferdie said:
    - Verbrauch, würde mich im Übrigen mal interessieren, wieviel Du in besagten 2800 km verbraucht hast




    ca. 16 l/100 km (steht in RC's Text)

    Gruß,
    Rossi



    Danke Rossi, habe ich auch schon gelesen.

    Ich möchte gerne RCs Verbauch über die bisherige Strecke mit seinem eigenen Fzg. wissen, da ich selbst deutlich über 15 Liter verbraucht habe - auch wenn es nicht gerade 130 km/ waren...

    Der 996er war m. E. nach deutlich sparsamer, wenn auch nicht ganz so schnell...

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    RC said:
    ...
    Der sogenannte GT3 Motor ist teuer, das ist eine Tatsache. Warum sollte Porsche also diesen teueren Motor im 997 Carrera und Carrera S verbauen? Das würde nicht nur die Produktionskosten erhöhen und die Rentabilität senken sondern es hätte für den Kunden auch höhere Betriebs- und Wartungskosten sowie höhere Versicherungsprämien zur Folge.
    ...
    Der M97 Motor ist eben nicht für den Motorsport gedacht, die problematische Ölversorgung bei starker Querbeschleunigung mit Slicks ist ein altbekanntes Problem.

    Ich versuche nicht Porsche in Schutz zu nehmen sondern ich versuche Verständnis für die Entscheidungen von Porsche zu erzeugen. Natürlich hätte ich gerne 380 PS oder 400 PS in meinem 997 Carrera S, darüber besteht kein Zweifel. Auch hätte ich gerne den GT3 Motor statt der jetzigen M97 Maschine, zumal ich die Entwicklungsgeschichte des M96 Motors sehr gut kenne und nicht gerade begeistert von ihm bin. Aber Porsche muss eben auch Geld verdienen und dann müssen eben Prioritäten gesetzt werden, so schlimm das für uns Porsche Fans aussehen mag.



    RC, ich stimme dem Preis des GT3-Motors und den damit verbundenen Nachteilen absolut zu. Trotzdem haben Deutsche Hersteller, allen voran leider MB und BMW, die Tendenz ihren über die Jahre erworbenen Ruhm und Marktwert zu verkaufen. Reputation kann man nicht durch Werbung erkaufen, schon gar nicht in einem sensiblen Markt wie dem Sportwagensektor! Leute wissen ganz genau, was sie erwarten können und wollen und werden das auch zum Ausdruck bringen. Auf der anderen Seite ist die Markenloyalität wohl nirgendwo so ausgeprägt wie hier! BMW 7er-Kunden waren - zumindest bis zum vorletzten Modell - die loyalsten Kunden im Automobilbereich überhaupt. Der Charakter des Fahrzeugs, das Design und natürlich auch die Markenreputation haben sie nahezu alles ertragen lassen, auch die angeblich anfällige Technik (laut ADAC etc.)!

    Porsche stand für viele Jahre für hochwertige, qualitativ und technisch hochwertigste Fahrzeuge. Erbsenzähler haben nichts mit diesen Dingen zu tun und ich kenne genügend Beispiele aus der Industrie, wo der Konflikt zwischen wirtschaftlichen und ingenieuren Interessen ausbrach und auf den ersten Blick aus monetärer Sicht gewonnen wurde. Auf den ersten Blick...

    Ist es etwa ein Zufall dass die meisten wirklich hervorragenden Marken und Autos von Autobegeisterten auf die Strasse gebracht wurden - und nicht von Wirtschaftswissenschaftlern? Bob Lutz, Pischetsrieder im Verbund mit Reitzle, F. Piech und nicht zuletzt die Porsches!

    Wenn ich mit meinem 997 nicht zünftig auf die Rennstrecke kann weil mir sonst die Ölzirkulation versagt, dann kann ich mir gleich eine Plastikschüssel aus Ami-Land oder einen SL55 zulegen - 9 Zehntel aller Fahrmanöver absolvieren auch diese wohl zufriedenstellend!

    Noch mal kurz zum Thema Motor - im Grunde ist es doch sch***egal, wie viele Zehntel die Kiste länger beschleunigt. Ich kann nur sagen, sie macht Laune!
    Auf der anderen Seite kann ich Alexis voll und ganz verstehen, wenn er sich über den ausbleibenden Mehrwert beschwert. Ich bin den Vorgänger mit LK nicht gefahren, aber die Charakteristik müsste auf Basis der Leistungskurve wohl ähnlich sein - oder? Jedenfalls sprechen wir hier von 10 bzw. 30/35 PS Differenz zu allen anderen 996/997-Modellen - und davon ist unter 200 km/h definitiv nicht viel zu spüren.
    Mich würde sehr gerne interessieren, weshalb die Beschleunigung auch gegenüber dem Std-Modell bis 200 nicht meßbar besser ist. Im Auge behalten sollte man die breitere Karosserie des 997er, welche eigentlich bei hohen Geschwindigkeiten bremsen sollte. Paradoxerweise stört sie da nicht...

    Bezügl. der Vergleiche mit 996er Modellen - kanntest Du die Fahrer bzw. die Fahrzeuge? Automatik oder Schaltgetriebe? Fahrweise? Etc.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    rossi said:
    Quote:
    Ferdie said:
    - Verbrauch, würde mich im Übrigen mal interessieren, wieviel Du in besagten 2800 km verbraucht hast




    ca. 16 l/100 km (steht in RC's Text)

    Gruß,
    Rossi



    Sorry, schätze Du meinst das Update im Unterordner - das habe ich gerade entdeckt! Habe mich auf den ursprünglichen Fahrbericht von RC bezogen.

    Trotzdem finde ich 16 Liter/100 km, zumindest als Alltagsschnitt schon recht viel.

    Eine weitere Sache, die mich überrascht hat: ich fand das Schiebedach als viel zu laut über Autobahn-Richtgeschwindigkeit. Selbst ein SLK bei 250 - mit offenem Dach - ist da nicht schlimmer!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    Ferdie said:
    Trotzdem finde ich 16 Liter/100 km, zumindest als Alltagsschnitt schon recht viel.



    Alles ist relativ...

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Wohl wahr...!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    uebrigens bin samstag den 997 s, mit 20mm fahrwerk + keramikbremsen + sperrdifferential, probegefahren.... was dazu sagen?
    a) 20mm fahrwerk ist, falls sich jemand die frage gestellt hat, absolut alltagstauglich, nicht haerter als mein 4s; trotzdem ziehe ich das pasm fahrwerk in sportstellung vor, da der wagen subjektiv weniger "eintaucht" und eine spur weniger untersteuert;
    b) die keramikbremse ist eine wucht, haette nie gedacht, dass es so was ueberhaubt gibt... schade nur um die vielen teuros..
    c) motor: sehr gut und durchzugstark.... oben drauf noch ein paar pferdchen mehr und der wagen waere perfekt!
    d) interieurs: gute qualitaet aber: zuviel billig plastik! tasten profile etc .... teilweise ueberladenes design
    e) fahrverhalten: handlich und potent, irsinnig dynamisch und unterhaltsam
    fazit: mit kleinen vorbehalten, der, elfer auf den wir alle gewartet haben!
    uebrigens : auf quttroruote, der italienischen topzeitung, hat er folgende testwerte in den asphalt gebrannt: 0-100-200 in 4,5 (!) und 16,1.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Ja, die Keramikbremse hat mich dieses Mal auch sehr überrascht. Denn eigentlich war ich schon immer ein Gegner dieser Bremse gewesen, weil ich einfach nicht den Sinn darin sah. Aber mit der jetzt 3. Generation (angeblich hat es bereits eine 2. Generation gegeben, nachdem die ersten Probleme aufgetaucht sind) der PCCB hat Porsche endlich mal ganze Arbeit geleistet. Rein subjektiv ist diese Bremse einfach unglaublich, kein Fading, kein weiches Bremsgefühl, selbst wenn man voll in die Eisen steigt. Und auch die Abstimmung mit dem ABS/PSM scheint sehr gelungen zu sein, ich schaffte es kaum in den Regelbereich zu bremsen.

    Kann es kaum abwarten den Nordschleifen Test in SPORT AUTO zu lesen, der getestete 997 Carrera S soll nämlich nicht nur ein 20 mm Sportfahrwerk haben sondern auch die Keramikbremse. Und die Standardbremse im 997 Carrera S ist schon der Hammer, wie der erste Test in Sport Auto bewiesen hat.

    Ja, 380 PS im Carrera S wären perfekt. Denn so langsam habe ich mich an das Limit dieses Fahrzeuges angenähert.
    Ich denke Porsche wird da mit einem Powerkit nachlegen obwohl ich mir da nicht mehr ganz so sicher bin wie vor ein paar Wochen. Denn angeblich soll der neue 997 GT3 "nur" 390 PS erhalten und da frage ich mich doch ein wenig, ob 380 PS im Carrera S nicht zu viel des Guten wären. Aus Sicht der Marketingabteilung natürlich.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    bestaetige deine aussage ueber die unglaubliche leistung dieser bremse... ebenso hat mich das pedalgefuehl ueberrascht, so muehelos und natuerlich, ohne quitschen noch rubbeln noch teigiggeit. mich hingegen wuerde brennend die rundenzeiten des 20mm fahrwerkes gegenueber dem pasm in sportmodus interessieren! ich glaube naemlich, dass das pasm fahrwerk mindestens gleich schnell wenn nicht noch schneller unterwegs ist.... weil es naemlich beim bremsen null "eintaucht" und gefuehlmassig beim rausbeschleunigen frueher einlenkt! aber diesbezueglich wuerde ich allzugerne eure erfahrungen kennenlernen....

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Soweit ich mich erinnern kann war Walter Röhrl gute 3 Sekunden schneller mit dem 20 mm Fahrwerk. Auf der Nordschleife natürlich. Auch empfiehlt Porsche das 20 mm Fahrwerk ausdrücklich für die Rennstrecke. Das mit dem Eintauchen bzw. Einlenken kann ich so nicht bestätigen. Es kann durchaus sein, dass wenn PASM auf "Automatik" gestellt ist (also ohne den Sport Knopf zu drücken), es fühlbar regelt und somit ein Gefühl auslöst, dass ein wenig verfälscht wirkt. Ich bin vom PASM Fahrwerk auch überzeugt aber ich bin nur SPORT Stellung gefahren und da war PASM im Vergleich zum 20 mm Fahrwerk eindeutig unterlegen.
    Ausserdem hat die Sperre sehr positive Eigenschaften auf die Traktion und das Einlenken, das kann PASM leider nicht bieten. Das PSM setzt hier trotz aktivierter Sport Taste und Chrono Sport Paket einen Hauch früher ein, was hin und wieder für Frustration sorgen kann. Da sollte man dann das PSM lieber ganz ausschalten.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Also Bremsstaub war bei mir schon auf der Felge - nach der Fahrt. Allerdings habe ich auch ein paar Mal von 290 herunterbremsen müssen und die Bremsleistung und -traktion waren für ein Straßenfahrzeug das Beste, was ich erlebt habe!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Ich bin das PASM-Modell zwar nicht gefahren, aber RC's Ausstattungsvariante würde ich wohl den Vorzug geben. Zwar werden die Adapt. Sitze den Komfort deutlich steigern aber das Gesamtpaket ist doch sehr überzeugend! Nur bis zum LK wird es wohl noch ein wenig hin sein, scheint mir!
    Ich denke, dass die PCCB auf unebenen Strassen ebenfalls ihren Teil zum Handling beiträgt, sind ja immerhin um die 20 eingesparten Kilo!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    Ferdie said:
    Ich bin das PASM-Modell zwar nicht gefahren, aber RC's Ausstattungsvariante würde ich wohl den Vorzug geben. Zwar werden die Adapt. Sitze den Komfort deutlich steigern aber das Gesamtpaket ist doch sehr überzeugend! Nur bis zum LK wird es wohl noch ein wenig hin sein, scheint mir!
    Ich denke, dass die PCCB auf unebenen Strassen ebenfalls ihren Teil zum Handling beiträgt, sind ja immerhin um die 20 eingesparten Kilo!



    Es kann durchaus sein, dass die PCCB Bremse auf das Fahrverhalten meines Fahrzeuges mit 20 mm Fahrwerk einen positiven Einfluss hat.
    Allerdings bin ich gestern mal über einen Kilometer lang im 30er Tempo auf Kopfsteinpflaster gefahren und es war die Hölle. Definitv kein Fahrwerk für Komfortliebhaber oder für Geschäftsleute, die das Fahrzeug tagtäglich überall nutzen.
    Es verwundert mich ein wenig, dass so viele das PASM System zu kritisieren scheinen. Für den 0815 Normalfahrer dürfte es von der Fahrdynamik her keinen Unterschied zum 20 mm Fahrwerk bringen und vom Komfortaspekt her gesehen stellt es wirklich einen guten Kompromiss dar.

    Und noch eine kurze Anmerkung zur Keramikbremse: die Bremsleistung kann nur als abartig faszinierend bezeichnet werden. Gestern fuhr ich mit ca. 260 km/h auf der Autobahn und bin dann mit knapp über 200 die Ausfahrt raus und innerhalb einer Distanz von schätzungsweise 50 Metern oder weniger konnte ich die Geschwindigkeit auf ca. 120 runterbremsen. Die Zahlen mögen nicht ganz präzise sein aber die Bremse ist einfach nur der Hammer, man muss es erlebt haben. Da die gleiche Bremse auch im Turbo S Cabrio für hervorragende Verzögerungswerte sorgt und dieses Fahrzeug gute 300 kg schwerer als mein Carrera S ist, kann man sich vorstellen was da für eine Verzögerung umgesetzt wird. Unglaublich ist auch, dass das Bremsgefühl selbst nach extremster Fahrweise (keine Rennstrecke!) niemals weich wird sondern straff bleibt. Und wer spät bremsen kann, der ist meistens auch schneller als andere.

    Wenn da nur nicht diese verflixten 8000 Euro wären...

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    RC said:
    ...Wenn da nur nicht diese verflixten 8000 Euro wären...



    Die hast Du ja jetzt ohnehin schon "bezahlt"... Viel neugieriger bin ich mal darauf, wie lange Scheiben und Beläge bei Dir halten! Insbesondere gegenüber dem Cayenne, hehe!

    Ich kann mir nur vorstellen, wie gut die Bremsleistung bei den Cup-Carreras dann sein muß. Frank Stippler, Deutscher Carrera- und S-Cup-Meister im letzten Jahr, konstatierte der Bremse im DTM-CLK nach seiner Testmöglichkeit eine nochmals beeindruckendere Bremsperformance.

    Im 996er hat das ABS auf der Vorderachse insbesondere bei sehr schnellen Bremsungen erstaunlich früh angesprochen. Ich führe das mal auf die geringe Last im Vorderwagen zurück denn sobald bei starken Bremsungen der Schwerpunkt nach vorne wanderte war es sehr ausgeglichen.
    Dieses Phänomen habe ich beim 997 S nicht beobachten können - natürlich sind da auch breitete Vorderreifen installiert - aber die Bremsleistung, -balance und -stabilität haben mich sehr beeindruckt. Im Übrigen glaube ich, dass Porsche hier mehr aus den Bremsvorteilen des Heckmotorkonzepts gemacht zu haben scheint! Die Porsche-Domäne Bremsleistung könnten sie damit wieder zurückgewonnen haben!

    Grüße!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Die Abneigung gegenüber dem PASM-Fahrwerk überrascht mich auch ein wenig. Schließlich ist das aktive Fahrwerk bei Ferrari / Maserati und unzähligen Luxuslimousinen verbreitet und keiner beschwert sich darüber. Darüber hinaus glaube ich, dass die Ventil-Lösung im 997er weniger anfälliger sein sollte als die Luftfederungen bei anderen Herstellern. Die Magnetic-Ride Technologie, die GM bei Corvette und Cadillac einsetzt, soll deutlich unkomfortabler sein als andere Konzepte!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Quote:
    Ferdie hat geschrieben:
    Ich kann mir nur vorstellen, wie gut die Bremsleistung bei den Cup-Carreras dann sein muß. Frank Stippler, Deutscher Carrera- und S-Cup-Meister im letzten Jahr, konstatierte der Bremse im DTM-CLK nach seiner Testmöglichkeit eine nochmals beeindruckendere Bremsperformance.



    Frage eines Unwissenden: haben die Cup-Carreras auch Carbon-Keramik-Bremsen?

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Rossi, falls in Deinem Kommentar eine Doppeldeutigkeit verborgen war, habe ich sie nicht entdeckt.

    Nein, die Cup-Carreras haben normale Grauguß-Bremsen - in wie weit sind die eigentlich mit den Serienbremsen identisch? Vermute mal, dass höchstens Bremssattel und in gewissen Maßen die Bremsscheibe identisch ist, da meines Wissens Graugußscheiben für den Renneinsatz wärmebehandelt sind. RC, weißt Du da etwas darüber?

    Ich glaube, selbst eine Graugußbremsscheibe könnte in der DTM eine bessere Bremsleistung vollbringen, auf Grund von Schwerpunkt, Gewicht, Reifen etc. Es war wohl vor allem die Verzögerung, die ihn beeindruckt hat. Mehr weiß ich nicht!

    Der 997er Cup-Carrera hat ab der Saison 2005 die PCCB an Bord!

    Grüße!

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Hi Ferdie,
    keine Doppeldeutigkeit! Habe es einfach nicht gewußt. Habe mich inzwischen aber schlau gemacht und siehe da, der 997 Cup hat die PCCB (wie Du bereits gesagt hast).
    Was mich ein wenig verwirrt, denn bislang fuhren die jeweiligen Rennableger der Serienfahrzeuge stets mit Stahlscheiben (Cup-Carrera, Challenge Modena). Das ließ mich vermuten, daß die ach so tollen (und schweineteuren) Carbon-Keramik-Bremsen einem harten Renneinsatz nicht gewachsen sind. Also mehr eine Marketing-Geschichte, um wohlhabenden Kunden (die ihr Fahrzeuge evtl. nie auf entsprechendem Terrain bewegen ) noch zusätzlich ein paar Tausender zu entlocken. Entsprechend dimensionierte Stahlscheiben mit 6-Kolben Bremssättel sollten nicht schlechter abschneiden aber eben nur einen Bruchteil kosten.
    Wenn nun aber die Cup-Fahrzeuge (und vielleicht auch die nächste Generation 430-Challenge?) serienmäßig daherkommen, wirft das meine Theorie über den Haufen und bringt mich ins Grübeln...

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Deine "Theorie" bezüglich der PCCB Scheiben stimmt. Die erste Generation war meines Wissens nach nicht gerade berauschend und angeblich hat Porsche in dieser Hinsicht schnell nachgebessert.
    Der 997 erhält somit eigentlich die 3. Generation der PCCB und nicht die 2. Generation wie in der Werbung behauptet wird.
    Ich hatte an der Tankstelle kürzlich einen ehemaligen Mitarbeiter von SGL-Carbon in Meitingen (ist in der Nähe von mir) getroffen und er sprach mich sofort auf die PCCB Bremse meines 997 an und wie ich damit zufrieden bin. Er war sichtlich amüsiert, dass sich so ein dummer Porsche Fahrer diesen "Mist" so viel hat kosten lassen. Im Laufe des Gesprächs kam dann heraus, dass er an der Entwicklung der 1. Generation beteiligt war aber kurz vor Serieneinsatz entlassen wurde. Angeblich gab es bei SGL Carbon mehrere Entlassungen wegen finanzieller Probleme. Wie schon gesagt hat das dieser Typ behauptet und seine Entlassung fand ja bereits vor ein paar Jährchen statt.

    Während meines letzten Weissach Besuchs kam die PCCB ins Gespräch. Einer der Ingineure fuhr einen 997 Carrera S mit PCCB und meinte die Bremse wäre jetzt wie ein Rettungsanker, raus damit und STOP, der absolute Hammer.
    Nach 3700 km Einsatz auf der Strasse kann ich das nur bestätigen, die Bremsleistung ist schon fast erschreckend, weil ich versuche das Limit der Griffigkeit der Reifen auszuloten und es gelingt mir nicht. Ich war bisher noch nicht im ABS Regelbereich aber ich gebe mir grösste Mühe.
    Und weil ich schon die Reifen erwähnt habe: ich kann mir nicht helfen aber ich habe das Gefühl, dass diese neuen Pilot Sport 2 N1 eine extrem gute Haftung bieten und zur guten Bremsleistung beitragen.

    Fazit: ich denke Porsche hat die PCCB endlich im Griff, deshalb auch der Einsatz im Cup Auto. Man könnte sich da nämlich keine Experimente erlauben. Und für den knapp 1400 kg wiegenden Carrera S sind die 350 mm Scheiben vorne und hinten faktisch überdimensioniert. Somit ist die Bremsleistung dementsprechend fantastisch. Ich wage keine Prognosen aber ich denke die PCCB Bremse dürfte auch in Punkto Bremsweg im Vergleich zur normalen Carrera S Bremse nochmals auftrumpfen. Und wer den SPORT AUTO Test in Hockenheim gelesen hat, der weiss dass die Carrera S Standard Stahlbremse mit 330 mm Scheiben vorne und hinten fast Bremsleistungen auf Carrera GT Niveau bringt.
    Vielleicht hat Porsche mit der Carrera GT Entwicklung begonnen die PCCB stark zu verbessern. Und der geplante Renneinsatz spielte sicherlich auch eine Rolle.
    Wenn da nur nicht der astronomisch hohe Preis wäre...aber das hatten wir ja schon.

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Ross, kein Problem. Ist im Internet ja zuweilen schwierig, die Ironie mancher Leute zu entdecken.

    Was mich ein wenig verwundert ist die Tatsache, dass das ABS zu Gunsten einer Vereinheitlichung mit anderen Rennserien gestrichen wurde, die PCCB aber Einzug gehalten hat. Ich bin etwas überrascht, dass diese in besagten Serien erlaubt sein soll. Aber vielleicht gibt es da auf Anraten von Porsche und Ferrari eine Abänderung?

    Re: 997s 1. AMS testfahrt

    Ich glaube auch, dass der Reifen vor allem bei warmen Reifen ein hervorragendes Gripniveau aufweist. Insbesondere die Längshaftung scheint verbessert worden zu sein, und wie ich bereits erwähnte könnte ich mir vorstellen, dass die Ingenieure bei Porsche auch mit der Bremsleistung beim 996er nicht so zufrieden waren. Da ja jetzt genügend Geld in die Entwicklung geflossen ist kommt auch etwas vernünftiges dabei heraus. In Dimensionierung und Ausstattung, sowohl der TT-Bremse als auch der PCCB, kann man Porsche da wohl keinen Vorwurf machen.
    Sollte meine Vermutung stimmen, dann kann man Porsche dafür nur ein riesengroßes Lob aussprechen. Die Querbeschleunigung (bei trockenen Bedingungen) in heutigen Autos ist ja mehr als hervorragend, insofern ist eine Verbesserung der Längshaftung wohl das beste was man machen konnte. Wie Du schon sagtest, ist ja auch das ABS-Limit sehr hoch angesetzt. Ich glaube, dass dieses bedeutend feinfühliger anspricht als in den Vorgängern. Ein wirklich gutes Teil!

    Du hattest zu Beginn mal die Traktion Deines Elfers im Nassen angesprochen - hat sich das mittlerweile gebessert?

    Sonntagsgrüße!

     
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